Sternengeschichten

Download_LokalDirekt.png
Screenshot (401).png
Screenshot (402).png
20210530_Milkyway+Gesenberg_Full_LOGO2_JK.jpg
Screenshot (403).png

Saturn und Merkur am Abendhimmel

Merkur und Saturn am AbendhimmelDSC_0301_20220113_JKP.jpg

Die letzte Abendsichtbarkeit des Planeten Merkur war am 13. Januar 2022. Hier im Bild ist er um 18:04 Uhr noch knapp 2° über Horizont zu sehen. Die Beobachtung mit bloßem Auge ist extrem schwierig und nur für einige Minuten möglich, da Merkur nahe der Sonne steht und nur wenig später nach ihr untergeht. Der Saturn ileuchtet im Bild etwas heller links oberhalb von Merkur. Die nächste schwache Morgensichtbarkeit wird ab dem 17. Februar möglich sein. 

>> Klick auf das Bild für mehr Informationen

Im Lauf der (Sternen) Zeit

0120_66files_Zuschnitt-2x3_Klon7_4000x5478-auf-3x4.jpg

Sternenmeer über Halver's Bolsenbach

Dieses wundervolle Sternenbild hat über 2 Jahre gebraucht bis es im fotografischen Licht so leuchtet wie ich es im August 2019 mit meinem inneren Auge gesehen habe.

Denn es dauerte eine Zeitlang bis ich die damals in mehreren Stunden um Mitternacht gewonnen Aufnahmen zu diesem Ergebnis zusammenfügen und bearbeiten konnte. In vielen Gesprächen mit wohlwollenden kritischen Betrachtern, dem wertvollen Erfahrungsaustausch unter Fotografen im Fotoverein und Freundeskreis, in Astronomieforen und der Vereinigung der Sternenfreunde e.V., tastete ich mich in dazwischenliegenden Bildprojekten nach und nach an die optische und künstlerische Weiterentwicklung meiner Bilder heran.

Sicherlich gibt es auch hier noch weiteres Entwicklungspotential..., aber für HEUTE bin ich mit dem Ergebnis mehr als zufrieden und glücklich über das mit den vorhandenen Mitteln erreichte, sodass ich es hier in die Sternengeschichten stelle. 

Mit dem damals erstellten Bildmaterial hatte ich seinerzeit ein Startrails-Bild erstellt, wobei die Aneinanderreihung der Einzelaufnahmen die schönen Sternenstrichspuren ergeben.  

Startrails um den Polarstern - Halver 24.08.2019

Für die Techniknerds unter uns noch ein paar Dateiinfos zu den 2 Bildern:

Kamera Nikon D5300, Objektiv Tokina Ultraweitwinkel 11mm

100+X Aufnahmen, je 30s, Blende 2.8, ISO 1600

1. Bild - Stern Alignment und Bildbearbeitung mit Sequator. Vordergrund gestapelt (Trails) und bearbeitet mit Sequator. Künstliche Lichtspuren ausgefiltert. Weitere Bildbearbeitung mit Corel PaintShop Pro.

2. Bild - Startrails und Bildbearbeitung mit Sequator. Keine weiteren Bildbearbeitungsprogramme. 

Komet C/2021 A1 Leonard
der sehnsüchtig erwartete Weihnachtskomet...?

103_Komet-Leonard_20211206_JKP.jpg

Viele Astronomen schauten seit Herbst 2021 gebannt auf die vielversprechende Helligkeitsentwicklung auf einen erst Angfang des Jahres entdeckten Kometen, der den Berechnungen zufolge zur Adventszeit direkt zwischen Erde und Venus vorbeiziehen wird. Wenn die kühnsten Prognosen zuträfen, so hieß es, könne der nach seinem Entdecker getaufte Komet "Leonard" sogar mit bloßem Auge sichtbar werden und als Weihnachtskomet das Astronomische Jahr 2021 mit einem Higlight beenden.

Leider blieb Leonard dann doch weit hinter den Erwartungen zurück und blieb doch einer unter Vielen die nur mit optischen Hilfsmitteln sichtbar werden. Also kein Vergleich zu Komet Neowise im Sommer 2020 oder gar Hyakutake und Hale-Bopp in den 90ern...

Dennoch zog er die Aufmerksamkeit vieler Beobachter auf sich, was vielleicht auch an dem Zusammen-treffen seines irdischen Vorbeiflugs mit dem Datum des christlichen Abendlandes von Christi Geburt einhergehen mochte.

Für mich bedeutete die Suche und das Auffinden des Kometen jedenfalls ein besonderes Erlebnis, vielleicht auch grade deshalb das man ihn SUCHEN MUSSTE..!!

Sehr schön war auch in diesem Sinne der gemeinsame Himmelsspaziergang mit dem Fotoverein Halver in selten kalter Dezembernacht...

Komet Leonard - seine Entdeckung und Bahnverlauf

109_25-29_Leonard_RLP3_ESL5_CPSP3_Komet_Rahmenx2_OK_LOGO_Venus.jpg

Am 20. Dezember 2021 gelang (wohl eine letzte) Aufnahme des Kometen in der Abenddämmerung.

Nach der letzten fotografischen Sichtung am Nikolausmorgen verhinderten Wolken und zäher Nebel eine mögliche Beobachtung. Als der Himmel nach 2 Wochen endlich aufklarte, zog es einige Mitglieder des Fotovereins Halver in frostig kalter Luft auf die Höhen von Halver, um nach Leonard Ausschau zu halten. Mit bloßem Auge war der Komet leider nicht zu sehen und so verfolgten wir gemeinsam den Lauf der Planeten Venus, Saturn und Jupiter. Der noch fast volle Mond stieg zum Abschluß im Osten aus dem Horizont hervor und erhellte mit seinem Licht den Rückweg über den Feldweg nach Altemühle.

Der Komet C/2021 A1 wurde am 3. Januar 2021 von Greg Leonard am Mt.-Lemmon-Observatorium der University of Arizona in den USA in einer Entfernung von fünf Astronomischen Einheiten entdeckt – genau ein Jahr vor seinem Perihel, also seiner nächsten Sonnenannäherung, am 3.1.2022. Bislang befindet sich der Komet auf einem sehr langgestreckten, elliptischen Orbit mit einer Umlaufdauer von rund 80.000 Jahren. Nach seinem Perihel wird er auf eine hyperbolische, d. h. offene Bahn einschwenken. Drei Wochen zuvor nähert er sich der Erde auf 0,233 Astronomische Einheiten oder 34,9 Millionen Kilometer an.

Komet Leonard am Morgenhimmel

18files_Komet markiert-4_CPSP3.1.jpg

Am Nikolausmorgen des 6. Dezember gegen 5:30 Uhr gab es endlich eine wolkenfreie Zone über dem Märkischen Kreis um nach dem Kometen Leonard Ausschau zu halten. Mit bloßem Auge konnte ich den Kometen zwar nicht ausmachen, aber mit einem 85 mm Objektiv und 31 Mehrfachbelichtungen konnte ich den Kometen mit seinem grünlichen Kern und Kometenschweif ablichten. 

C2021A1_Abendhimmel-1536x666.jpg

Die täglichen Positionsänderungen von C/2021 A1 Leonard sind auf den Himmelskarten der VdS eingetragen.

Bis zur geringsten Annäherung und Vorbeiflug des Kometen zwschen Erde und Venus am 12. Dezember ist der Komet in den Morgenstunden sichtbar. Danach zieht Leonard noch für einige Dezembertage in den Abendstunden tief am Südwest Horizont entlang bevor er wieder in den Weiten des Weltalls entschwindet.

Komet-Leonard_Aufsuchkarte-1536x1160.jpg

Komet Neowise - der Überraschungskomet im Jahr 2020

Der letzte große "Überraschungskomet" war Neowise, der im Juli 2020 mit einer Helligkeit von 1,1 mag am Sommerhimmel mit bloßem Auge zu sehen war und somit der hellste Komet seit 23 Jahren.

301_Neowise_10.07.2020_CPSP1_CPSP2.jpg

Diese Aufnahme von Neowise entstand im Oberallgäu am frühen Morgen des 7. Juli 2020. 

Zudem erscheinen am Nordhorizont Leuchtende Nachtwolken. Die NLC (noctilucent clouds) sind Ansammlungen von Eiskristallen in der Mesopause unserer Erdatmosphäre und in 81 bis 85 km Höhe als silbrig dünne Wolken zu sehen, die sich in Wellen bewegen. 

Kometenparade - Collage Hyakutake, Hale-Bopp, Neowise

300_Kometenparade_96.97.20._J.Kruse.jpg

Im Frühjahr 1996 zog Hyakutake mit auffallend hellem bläulichen Kern über den Nachthimmel. Bereits im nächsten Jahr folgte Hale-Bopp, der Jahrhundertkomet, dessen Doppelschweif über 2 Monate den Nachthimmel dominierte. 23 Jahre später erschien Neowise im Sommer 2020 am Morgenhimmel. 

Sirius,Orion und die Hyaden stehen bereits am morgendlichen Herbsthimmel

Nightscape 0060.1_10-Images_RLP3_ESL5_Best1.jpg

10. Oktober um 05:55 Uhr - Beginn der Astronomischen Dämmerung

Standort Neuemühle in Halver - Blickrichtung Süden

Nikon D5300 mit Tokina 11-16mm f/2.8, Singleshot 30' mit ISO 2000

Im Frühherbst diesen Jahres sind bereits die markanten Sterne der Wintersternbilder in voller Pracht zu sehen. Kalt genug war es jedenfalls schon am frühen Morgen des 10. Oktober als ich im Raureif der Wiesen meine Kamera mit einem Weitwinkelobjektiv auf die Sterne richtete. In einer gedachten Diagonalen von links unten nach rechts oben (von Ost nach West) reihen sich hier auf dem Bild die hellen Sterne von Sirius aus dem Strernbild Großer Hund, Rigel und Beteigeuze aus dem Sternbild Orion sowie Aldebaran und die Hyaden aus dem Sternbild Stier in einer langen Sternenkette auf. Sie erreichen jetzt zum Beginn der Astronmischen Dämmerung ihre größte Höhe über dem Südhorizont (obere Kulmination im Meridian). In dieser Position sind die Gestirne Anfang Oktober also nur etwas für Frühaufsteher, so wie hier um 5:55Uhr. Bis zum Jahresende wird diese Postion im Meridian immer früher in der Nacht sichtbar...

am 31 Oktober um 03:32 Uhr

am 30. November um 01:34 Uhr

am 31. Dezember um 23:28 Uhr

Mond trifft Venus

004_DSC_0266_CPSP1.jpg

Am 9. Oktober 2021 kam es am frühen Abendhimmel zu einer engen Begegnung unserer 2 hellsten Himmelskörper, die einen sehr schönen Anblick mit bloßem Auge boten und mit einem Feldstecher / Fernglas noch sehr gut ins gemeinsame Sichtfeld passen.

Nur 3 Tage nach Neumond wurde bei Sonnenuntergang um 18:48 Uhr die noch sehr schmale Sichel des zunehmenden Mondes im Südwesten gut sichtbar und bot somit eine gute Orientierung zum Auffinden der Venus in der noch hellen bürgerlichen Abenddämmerung. Zum Beobachten blieb dann noch knapp

1,25  Stunden Zeit, bis zuerst Venus hinter dem Horizonts verschwand, gefolgt vom Mond, knapp 11 Minuten später,

Die genauen Beobachtungsdaten für Halver 51°10'49" N / 7°29'4" O

9. Oktober 2021

18:48 Uhr bei Sonnenuntergang

Venus - Azimut: 215°03'19", Höhe: +8°14'22", Hell -4,1 mag 

Mond - Azimut: 217°13'29", Höhe: +9°46'06", Hell -8 mag, Phase: 3 Tage nach Neumond, 14,1% beleuchtet 

20:10 Uhr Venusuntergang

20:21 Uhr Monduntergang

DSC_0236_Ebenen1_CPSP1_SchriftOK-grau.jpg

Mit der Planetariums Software Redshift habe ich die enge Konjunktion der beiden Himmelskörper im Voraus berechnet und anhand der Koordinaten die Ansicht von Mond und Venus zueinander in einer Fotomontage dargestellt. Die Berechnungen funktionieren natürlich auch mit der Freeware von Stellarium.

So ergab sich am Samstag den 9. Oktober um kurz vor 20:00 Uhr der vorraussichtliche Blick nach Südwesten.

Venus ist hier auf einer original Aufnahme am Abendhimmel des 5. Oktober zu sehen. Der im Bild hinzugefügte Mond ist eine Animation mit der von der Sonne beschienenen schmalen Mondsichel und der im Erdlicht blaßfahl scheinenden Mondseite. 

Weblinks Planetariums Software 

Redshift

Stellarium

Venus am Abendhimmel

Venus am Abendhimmel

Von September bis Oktober 2021 kann unser innerer Nachbarplanet mit Mühe in den Abendstunden kurz vor Sonnenuntergang für knapp 1 Stunde tief am Südwesthorizont gesichtet werden. Venus ist zwar mit einer Helligkeit von zurzeit -4mag der hellste Planet am Himmel, jedoch sind die Beobachtungsbedingungen zurzeit eine Herausforderung. So richtig hoch über den Horizont kommt Venus bis Ende Oktober nämlich nicht und somit trübt die Dichte der Atmosphäre am Horizont und das Dämmerlicht des Abends, von den zahlreichen Schlechtwetterfonten in diesem Jahr ganz zu schweigen.

Venus wandert täglich ein Stück weiter nach Osten und erreicht am 29. Oktober seine östlichste Elongation und kehrt seine Bewegung danach um und erreicht Mitte Dezember ihre größte Höhe von nur 15° über dem Sonnenuntergangshorizont. Ihre größte Helligkeit erreicht Venus am 4. Dezember mit -4,9mag. 

DSC_0277+278_CPSP3.jpg

Am 25. September hatte ich Glück und konnte Venus kurz vor ihrem Untergang ablichten

Beobachtungsdaten:

Halver, Märkischer Kreis - Koordinaten 51°10'49" N / 7°29'5" E 

25.09.2021, 20:19 Uhr, 1° über Horizont, Azimut 239°58'14" (Südwesten)  

Aufnahmedaten:

Kamera Nikon D5300

Objektiv Nikon AF-S Nikkor 85mm 1:1,8G

1 Aufnahme 1/2 sek., 85mm, f/2, ISO 640

1 Aufnahme 2 sek., 85mm, f/2, ISO 640

Bildbearbeitung:

Corel PaintShop Pro - Ebenenblending und Bearbeitung

Jupiter mit 4 Monden im Widerschein unseres Erdenmondes

Jupiter mit seinen Monden

In der Nacht vom 18./19. September zog der zunehmende Mond mit 9° Winkelabstand an Jupiter und seinen Monden vorbei. Auf dieser Aufnahme sind die 4 hellsten und gößten seiner bis heute entdeckten 79 Monde zu sehen. Die 4 Jupitermonde sah auch schon Galileo Galilei als er am 7. Januar 1610 durch sein neuartiges Fernrohr schaute und benannte sie nach den antiken Sagengestalten Io, Europa, Ganymed und Kallisto. Seine fundamentale Beobachtung - die Monde umkreisen den Jupiter - zerlegte das damals vorherschende kirchliche Weltbild - alles muss um die Erde, als Mittelpunkt der Schöpfung kreisen...

 

411 Jahre später ist eine solche Aufnahme der Monde keine Besonderheit mehr, insbesondere wenn wie hier das nahe Licht unseres (fast) Vollmonds eigentlich eine lohnenswerte Sternenfotografie überblendet. Aber es gibt auch heute noch immer wieder lohnende und spannende Sichtweisen aus verschiedenen Blickwinkeln und Motivgründen hinzugucken. Und so fand ich denn auch die Kombination ganz reizvoll, hier einmal nur die hellsten Sterne zusammen mit Jupiter und seinen umkreisenden Monden im Helligkeitsvergleich aufzunehmen. Jupiter stand zu dieser Zeit oberhalb des Sternbilds Steinbock dessen hellster Stern Deneb Algedi 4° östlich unterhalb des Jupiter zusehen ist.

Nun, zum Helligkeitsvergleich könen wir die Lichtstärke des Jupiter und von Deneb Algedi heranziehen: Jupiter ist zum Zeitpunkt der Aufnahme  -2.6 mag hell, Deneb Algedi nur 2.88 mag (der Grenzwert für das bloße Auge liegt in unserer ländlichen Region bei ca. 4,5 mag). Doch wo liegen die Gemeinsamkeiten von Jupiter als größten Planeten unseres Sonnensystems und einem Stern der 39 Lichtjahre von uns entfernt ist...

Beide verändern ihre Helligkeit..!!

Jupiter - der das Licht der Sonne eigentlich ja nur reflektiert und je nach seiner Umlaufbahn somit abhängig von der Entfernung Sonne und Erde eine maximale scheinbare Helligkeit von -2,94mag hat.

Deneb Algedi - leuchtet als Stern wie die Sonne, aber er ist ein Bedeckungsveränderlicher und besteht eigentlich aus 2 Sternen. Der Hauptstern mit dem Eigennamen Delta Capricorni, ist ein weißer Riese mit 8,5 facher Leuchtkraft der Sonne und wird vermutlich von einem kleineren orangefarbebnen Zwergstern umkreist, der rund 40 mal leuchtschwächer als der Hauptstern ist. Die Lichtveränderung zwischen 2,81 und 3,05 mag schwankt mit einer Periode von 1,0228 Tagen, was eine schwindelerregende Geschwindigkeit einer Umkreisung des Sterns zur Folge haben dürfte.

 

Aufnahmedaten:

Kamera Nikon D5300

Objektiv Tamron 70-210mm, f/4

18 Aufnahmen je 4/5sek., 210mm, f/5, ISO 800-1250

Bildbearbeitung:

Stacking mit Sequator

Corel PaintShop Pro

Sternschnuppe trifft Andromedagalaxie

Sternschnuppe trifft Andromedar

Der Glückstreffer des Monats August... Zum Höhepunkt des diesjährigen Perseiden-Meteorstrom waren die Wetterbedingungen allses andere als optimal. In der Nacht vom 13. auf 14. August zogen immer wieder hohe Wolkenfelder von West nach Ost über das erweiterte Blickfeld des Sternbilds Perseus. Aber eine helle Sternschnuppe hat es denn doch auf den Sensor meiner Kamera geschafft, noch dazu in bester (scheinbarer) Nachbarschaft zu unserer Nachbargalaxie der Andromada.    

Aufnahmedaten

Kamera: Nikon D5300

Objektiv: Tokina AT-X 11-16mm 2.8 Pro DX

1 Aufnahme 20sek, 16mm, f/2.8, ISO 3200

Objektiv: Nikon AF-S Nikkor 85mm 1:1,8G

57 Aufnahmen je 4sek., 85mm, f/1.8, ISO 2000 

Bildbearbeitung

Stacking mit Sequator

Corel PaintShop Pro - Ebenenblending

Ein Meteor stürzt in einem hellen Feuerball zur Erde 

001_Bolide_DSC_0217_20201213_2.JK_Kombi2_CPSP2.jpg

... ein Glückstreffer und eine eine sensationelle Aufnahme eines Boliden, wie ein sehr heller Meteor auch genannt wird. So einen Meteor, der in einem hellen Feuerball, grünlich schimmernd zur Erde stürzt, bekomme ich wahrscheinlich nie wieder zusehen, geschweige denn vor die Kameralinse... 

...denn statistisch gesehenen bekommt man so einen Boliden nur einmal im Leben zu sehen.

Dieser Meteor führte jedoch sogar zu 345 gemeldete Sichtungen im Melderegister der AMS American Meteor Society (2 Meldungen mit Fotos aus Deutschland über AKM Arbeitskreis Meteore).

Eine Presseveröffentlichung erfolgte unter anderem durch die  Vigie Ciel Fripon sinngemäß:.

"In der Abenddämmerung des 13. Dezember 2020 stürzte ein ca. 2,2 kg schwerer Asteroid in paralleler Flugbahn zu den in enger Konjunktion stehenden Planeten Jupiter und Saturn in unsere Erdatmosphäre und verglühte als sehr heller Meteor (-9 mag) mit einer Feuerkugel in ca. 38 km Höhe über Montargis in Frankreich."

Aufnahmedaten: 13.12.2020, 17:41 MEZ, Standort Halver in 580 km Entfernung zum Meteor.

Kamera & Optik: Nikon D5300, Nikkor 18-105, F/3.5 - 5.6

Brennweite 40mm, Gesamtbelichtung 12 sek. mit 2 Bildern je 6 sek., f 5.6, ISO 500

Bearbeitung: Bildkomposition mit „Corel PaintShop Pro“

Detailvergrößerung des Meteors 

001_Bolide_DSC_0217_20201213_2.JK_Kombi2_CPSP2-Crop_6000x4000_Komplett.jpg