Aktuelles aus der Astronomie

Himmelsbeobachtungen, Ereignisse, Info's und Termine rund um die Astronomie.

Großer Wagen 
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Der Große Wagen, als hellster und auffälligster Teil des Sternbild Großer Bär (ursa major) steht mit dem veränderlichen Stern Alkid am Ende der Deichsel am 11. Mai 2022 um 0:00 MESZ genau an der höchsten Stelle des Firmaments und mit 88° nur knapp unter dem Zenith unseres heimatlichen Sternenhimmels am 52. Breitengrad..

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Auf den Seiten der VdS tauschen sich astronomiebegeistere Sternenfreunde der Astroszene aus. Mehr als 5000 Mitglieder sind in verschiedenen Themengebieten der Astronomie unterwegs und engagieren sich in der Fachgruppenarbeit von Jugendarbeit bis Teleskop- Selbstbau.

Die Astrofotografie ist dabei nur eins der mittlerweile 18 VdS-Fachgruppen 

 

Anhand von Sternenkarten wird der monatliche Himmelsanblick anschaulich dargestellt.

Der Himmelskalender führt zu den täglich aktuellen Himmelsereignissen.

Ein Mausklick auf die Karten und Texte führt zu den jeweiligen Seiten der VdS.

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Sobald es abends dunkel wird, findet man das Sternbild Jungfrau über dem Südhorizont. Ihr hellster Stern trägt den Namen Spica. Ein Stück weiter oben am Himmel funkelt Arktur, der hellste Stern im Sternbild Bootes, dem Rinderhirten. In südwestlicher Himmelsrichtung fällt Regulus im Löwen auf. Die drei Sterne Spica, Arktur und Regulus bilden zusammen das sogenannte Frühlingsdreieck. Etwas oberhalb des Frühlingsdreiecks findet man das blasse Sternbild Haar der Berenike. Zum Südosthorizont hin kündigt sich der Übergang vom Frühlings- zum Sommersternhimmel an. Knapp über dem südöstlichen Horizont geht der Skorpion auf.

Wer im Mai den abendlichen Sternenhimmel beobachtet, wird im Westen noch einige helle Sterne der Wintersternbilder ausmachen können; sie gehen aber bald unter. Am Osthimmel ziehen dagegen bereits die Sommersternbilder auf: Weit im Osten fällt Wega auf, der Hauptstern des Sternbildes Leier. Auf der Verbindungslinie zwischen den hellen Sternen Wega und Arktur nehmen der lichtschwache Herkules und das Halbrund der Nördlichen Krone ihre Plätze ein.

Am Morgen des 16. Mai taucht der Vollmond vollständig in den Kernschatten der Erde ein – es findet eine totale Mondfinsternis statt. Von Mitteleuropa aus gesehen geht der Mond allerdings zu Beginn der Totalität bereits unter. In den frühen Morgenstunden kann die partielle Phase der Mondfinsternis knapp über dem südwestlichen Horizont verfolgt werden.

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Merkur beendet seine Abendsichtbarkeit, unter guten Bedingungen kann man ihn Anfang Mai noch in der nordwestlichen Abenddämmerung auffinden. Am 2.5. steht die dünne Mondsichel nicht weit von Merkur entfernt.

Venus bleibt im Mai der hellste Planet am Morgenhimmel, tief über dem Osthorizont. Am 27.5. begegnet ihr die schmale Sichel des abnehmenden Mondes in knapp einem Grad Abstand.

Mars baut seine Sichtbarkeit am Morgenhimmel aus und wird zunehmend heller. Am Morgen des 18.5. steht er ein gutes halbes Grad unterhalb von Neptun und am 29./30.5. passiert er in ähnlichem Abstand Jupiter.

Jupiter ist eine der Perlen in der morgendlichen Planetenkette und nach der tiefer stehenden Venus das hellste Objekt.

Saturn ist etwa so hell wie Mars, geht aber morgens deutlich früher auf. Planetenbeobachter mit Entzugserscheinungen können es so langsam wagen, die ersten Aufnahmen am frühen Morgen zu machen.

Uranus schrammt am 5.5. knapp unterhalb der Sonnenscheibe vorbei, was freilich niemand beobachten kann.

Neptun gibt den unsichtbaren Darsteller im morgendlichen Planetentheater. Die enge Begegnung mit Mars am 18.5. bleibt eher eine theoretische Betrachtung.